25 Jahre der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Belarus

10.03.2017
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Am 13. März 2017 begehen die Bundesrepublik Deutschland und die Republik Belarus den 25. Jahrestag der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen. Aus diesem Anlass wird der Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Herr Michael Roth, Belarus besuchen. Staatsminister Roth wird in Minsk Außenminister Wladimir Makej treffen, um mit ihm das Jubiläum zu würdigen. Wichtiger Bestandteil der Reise ist die Eröffnung der von beiden Seiten gemeinsam konzipierten Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyi Trostenez – Geschichte und Erinnerung“, welche das leidvolle Kapitel der deutsch-belarussischen Vergangenheit thematisiert. In Malyi Trostenez befand sich zwischen 1942 und 1944 die größte deutsche Vernichtungsstätte auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion.

Die ersten diplomatischen Kontakte zwischen der damaligen Belarussischen Sowjetischen Sozialistischen Republik und dem Deutschen Reich gehen auf das Jahr 1923 zurück. Nach Erlangung der Unabhängigkeit der Republik Belarus wurden die diplomatischen Beziehungen wieder aufgenommen: Am 13. März 1992 unterzeichnete Außenminister Hans-Dietrich Genscher in Minsk das Abkommen über die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Belarus. Einen Monat später wurde der erste deutsche Botschafter in Belarus akkreditiert. Der Vorsitzende des Obersten Sowjets der Republik Belarus, Herr Stanislaw Schuschkewitsch, stattete im September 1992 Deutschland einen Staatsbesuch ab. Der erste belarussische Botschafter in Deutschland wurde im Dezember 1992 akkreditiert. Im April 1995 konstituierte sich die Deutsch-Belarussische Parlamentariergruppe im Bundestag.

In dem zurückliegenden Vierteljahrhundert haben sich die Beziehungen zwischen der Republik Belarus und der Bundesrepublik Deutschland in einer beachtlichen Vielfalt entwickelt. Hervorgehoben gilt dies für die Bereiche Kultur, Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft sowie für den Bereich der zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit, insbesondere im Rahmen der Bewältigung der Folgen der Tschernobyl-Katastrophe in der Republik Belarus.  Seit der Aufhebung der meisten EU-Sanktionen im Februar 2016 hat der politische Dialog zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Belarus deutlich zugenommen.

© Deutsche Botschaft Minsk