Finale des Projekts der ZfA „Lesefüchse International“ 2016

Bild vergrößern Hanna Markava von den Schule 73 in Minsk vertrat Belarus im Finale des Projekts der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen „Lesefüchse International“ 2016 in Berlin

Am 12.09.2016 fand das Finale des Projekts „Lesefüchse International“ der ZfA im Haus der Berliner Festspiele in Berlin statt. Die Landessieger des Lesefuchs-Wettbewerbs von Pasch-Schulen aus zehn Ländern (Belarus, Bulgarien, Estland, Georgien, Lettland, Litauen, Mongolei, Rumänien, Russland, Ungarn) wurden von der ZfA nach Berlin eingeladen, um sich über vier aktuelle Jugendbücher auszutauschen und den internationalen Sieger der „Lesefüchse“ zu ermitteln.

Das Finale des Wettbewerbs, der seit 2008 in den MOE- und GUS-Staaten stattfindet, wurde bereits zum zweiten Mal in der deutschen Hauptstadt im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals Berlin (ilb) ausgetragen.

Schirmherr des internationalen Finales der „Lesefüchse“ war auch in diesem Jahr Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier, der das Engagement der Schülerinnen und Schüler in seinem Grußwort würdigte: „Ich verstehe alle, die heute hier sind, als Gewinner: Denn in der heutigen globalen Welt ist immer hilfreich, mithilfe einer gemeinsamen Sprache Grenzen zu überwinden und sich auf andere Denkweisen, auf andere Kulturen einzulassen.“ Das Grußwort des Außenministers wurde von Heike Jantsch (AA) verlesen.

Auf besonderes Interesse innerhalb des einwöchigen Aufenthalts der Finalistinnen und Finalisten stieß das Gespräch mit MdB Dr. Bernd Fabritius im Paul-Löbe-Haus. In einem lebendigen Gedankenaustausch kamen die vielfältigen Ebenen von Herkunft und Kultur in unserer heutigen Zeit sowie die Bedeutung der geographischen, historischen und kulturellen Identität zur Sprache.

Nach einem erlebnisreichen Wochenprogramm in Berlin konnte sich im Finale des Wettbewerbs schließlich Valentin Pomakov aus Bulgarien als internationaler Sieger durchsetzen. Das Niveau des literarischen Gesprächs sowie die Qualität der Beiträge aller Teilnehmer beeindruckte nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Jury unter dem Vorsitz von Dr. Jörg Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. Dies ist vor allem auch auf die Arbeit der im Wettbewerb engagierten Lehrkräfte  zurückzuführen.

Dass der Wettbewerb die Motivation der Schüler, Deutsch zu lernen, bestärkt, machte der Lesefuchsgewinner 2016 in der Diskussion um die Bücher deutlich. Auf die Frage, ob der Umfang der Werke nicht eher abschrecke, antwortete Valentin: „Ganz im Gegenteil. Ich habe verstanden, dass die deutschen Autoren uns Wichtiges vermitteln wollen, und so möchte ich meine Sprache weiter verbessern, um noch mehr deutsche Bücher lesen zu können.“

Gruppenbild: Jury, Moderation, 10 Finalisten (vhnv, vlnr): Adomas Jankauskis, Dr. Jörg Maas, Holger Dähne, Birte Hendricks (Moderation), Friederike Claußen, Theodora-Monica Mihu (Rumänien), Anna Markava (Belarus), Andrea Bálint (Ungarn), Vesta Petrašiūnaitė (Litauen), Margarita Saveleva (Russland Jekaterinburg), Diana Dehelean (Rumänien Temesvar), Nina Novopashina (Russland, St. Petersburg), Lea-Teele Saltõkova (Estland), Mariia Selifanova (Russland, Moskau), Setsenbileg Enkhbat (Mongolei), Dmitrij Noskow (Russland, Novosibirsk), Valentin Pomakov (Bulgarien), Pavel Hluschko (Lettland), Nikoloz Tsintsadze (Georgien)

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