Anerkennungsleistung für ehemalige zivile deutsche Zwangsarbeiter

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Anerkennungsleistung

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am 6. Juli 2016 die Richtlinie über eine Anerkennungsleistung für ehemalige deutsche Zwangsarbeiter (sog. ADZ-Anerkennungsrichtlinie) gebilligt. Danach sollen die Betroffenen (d.h. Zivilpersonen, die aufgrund ihrer deutschen Staatsangehörigkeit oder Volkszugehörigkeit kriegs- oder kriegsfolgenbedingt zur Zwangsarbeit herangezogen wurden) für ihr erlittenes Zwangsarbeiterschicksal eine finanzielle symbolische Anerkennung in Höhe von 2.500 EUR erhalten. Die näheren Voraussetzungen zum Erhalt der Leistung sind in der ADZ-Anerkennungsrichtlinie geregelt, die am 1. August 2016 in Kraft trat.

Grundsatz

Voraussetzung für die Anerkennungsleistung ist, dass Sie wegen Ihrer deutschen Staatsangehörigkeit oder deutschen Volkszugehörigkeit zwischen dem 01.09.1939 und vor dem 01.04.1956 durch eine ausländische Macht zur Zwangsarbeit verpflichtet wurden. Antragsberechtigt ist nur, wer als Zivilperson zur Zwangsarbeit verpflichtet wurde. Auch Hinterbliebene (Ehegatte oder Kinder) können den Antrag stellen, wenn der Betroffene nach dem 27.11.2015 verstorben ist.

Antragstellung

Die Durch­füh­rung der Richt­li­nie der Bun­des­re­gie­rung über ei­ne An­er­ken­nungs­leis­tung an ehe­ma­li­ge deut­sche Zwangs­ar­bei­ter wird durch das Bundesverwaltungsamt (BVA) über­nom­men. Anträge können bis zum 31.12.2017 schriftlich an das BVA gerichtet werden:

Bundesverwaltungsamt
(BVA)
Außenstelle Hamm
Adresse:
Uentroper Weg 2
59071 Hamm
Tel:
+49-228-99358 9800
Email:
bva%27%bund%27%de,AdZ
Website:
http://www.bva.bund.de

Informationen zur Antragstellung und Formulare finden Sie sowohl auf der o.g. Website als auch hier:

Informationen und Formulare

Anerkennungsleistung für ehemalige zivile deutsche Zwangsarbeiter

Buchenwald