Spätaussiedler

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Spätaussiedler sind deutsche Volkszugehörige aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion und anderen osteuropäischen Staaten, die im Wege eines speziellen Aufnahmeverfahrens ihren Aufenthalt in Deutschland begründet haben. Mit der Anerkennung als Spätaussiedler erhalten Zugewanderte automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit. Maßgeblich in dem vom Bundesverwaltungsamt durchgeführten Aufnahme- und Bescheinigungsverfahren ist die deutsche Volkszugehörigkeit. Die gesetzliche Grundlage für die Aufnahme von Spätaussiedlern ist das Bundesvertriebenengesetz (BVFG).

Zuständige Behörde ist das Bundesverwaltungsamt, das auf seiner Website zahlreiche Informationen bereithält: BVA

Aufnahmeverfahren

Seit In­kraft­tre­ten des Aus­sied­ler­auf­nah­me­ge­set­zes am 01. Ju­li 1990 müs­sen Aus­sied­ler bzw. Spätaus­sied­ler vor ih­rer Aus­rei­se nach Deutsch­land noch vom Her­kunfts­ge­biet aus ein förm­li­ches Auf­nah­me­ver­fah­ren beim Bun­des­ver­wal­tungs­amt (BVA) durch­füh­ren. Anträge sind direkt beim BVA einzureichen. Das BVA prüft die Anträge und erteilt ggf. den Auf­nah­me­be­scheid. Erst die­ser be­rech­tigt zur Ein­rei­se in die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land.

Auch die nicht­deut­schen Ehe­gat­ten und Ab­kömm­lin­ge des Spätaus­sied­lers, die nicht selbst die Spätaus­sied­le­rei­gen­schaft be­sit­zen, kön­nen in den Auf­nah­me­be­scheid des Spätaus­sied­lers ein­be­zo­gen wer­den, so­fern sie die Vor­aus­set­zun­gen des Bun­des­ver­trie­be­nen­ge­set­zes er­fül­len.

Nähere Informationen finden Sie auf der Wesite des BVA oder aber auch auf dem auf dieser Website eingestellten Merkblatt.

Sprachtest

Eine der Voraussetzungen für eine Aufnahme als Spätaussiedler sind Deutschkenntnisse. Das BVA fordert Antragsteller im Rahmen des Antragsverfahrens dazu auf, hierfür einen Sprachtest abzulegen. Dieser Sprachtest wird in Belarus bei der Botschaft durchgeführt. Seit 2013 kann der Sprachtest im Fall eines Nichtebstehens mehrmals wiederholt werden.

Visumverfahren

Nach Eingang eines positiven Bescheids kann ein Visum zur Einreise nach Deutschland beantragt werden. Informationen zum Visaverfahren und den benötigten Unterlagen finden Sie auf dem auf dieser Website eingestellten Merkblatt.

Ankunft in Deutschland

Nach ih­rem Ein­tref­fen im Bun­des­ge­biet wer­den die Spätaus­sied­ler und ih­re Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­gen in der Au­ßen­stel­le Fried­land des Bun­des­ver­wal­tungs­am­tes re­gis­triert und auf die ein­zel­nen Bun­des­län­der ver­teilt. Gleich­zei­tig wird im Rah­men des Re­gis­trier­ver­fah­rens das Be­schei­ni­gungs­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet, für das nun­mehr auch das Bun­des­ver­wal­tungs­amt zu­stän­dig ist. Spätaussiedler und ihre Angehörigen haben einen gesetzlichen Anspruch auf kostenlose Teilnahme an einem Integrationskurs. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Website des BAMF

Merkblätter und Formulare

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