Florian Schrieverhoff über das Ruhrgebiet

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Das Ruhrgebiet – Industrieregion im Wandel.
Meine Heimat, das Ruhrgebiet. Nach anderthalb Jahrhunderten als wichtigstes Zentrum der deutschen Industrie stand es durch die Schließung seiner Zechen vor der Frage: Wie kann man Industrieanlagen, die nicht mehr im Betrieb sind, trotzdem weiterverwenden und der Nachwelt erhalten? So wurden aus Kraftwerken Konzerthallen, aus Halden Festival- und Sportgelände, aus Gasometern und Bergwerken Museen über wie unter Tage.
Kein Ort verkörpert diesen Wandel besser als das UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein. Ehemals Bergwerk und Kokerei, von 1834 bis 1993 als Industrieanlage im Betrieb, ist sie heute eine der vielseitigsten Attraktionen Deutschlands. Das Außengelände ist ein allen Besuchern offenes Freilichtmuseum, in dem man zwischen Schornsteinen, Gleisen und Werkshallen umherschlendern oder -radeln kann – oder sich in Touren durch das Gelände führen lässt, die den einstigen Betrieb der Zeche erklären. Im Ruhrmuseum wird in den alten Bergwerkshallen die Geschichte des Ruhrgebiets von der Steinzeit bis zur Moderne dokumentiert. Im Sommer lädt ein Swimming Pool direkt neben der alten Kokerei zur Abkühlung ein, im Winter kann man am selben Ort auf der Eisbahn Schlittschuh laufen. Es gibt Restaurant und Biergarten, Konzerte und Kunstausstellungen vor und in den alten Werkshallen. Insbesondere Besuche bei Nacht werden durch die fantastische Beleuchtung zu einem unvergesslichen Erlebnis.
© Deutsche Botschaft Minsk

04.11.2015

Florian Schrieverhoff über das Ruhrgebiet

Zeche Zollverein